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Abend der Begegnung

Kindernothilfe auf dem Kirchentag

 „Was für ein Vertrauen“ war die Losung für den Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund,der vom 19. bis 23. Juni 2019 stattfand und bei dem wir mit Dank auf 60 Jahre Kindernothilfe zurückgeschaut haben. Es war der Höhepunkt des Jubiläumsjahres der Kindernothilfe, wo wir unter dem Motto „Kinderrechte dürfen keine Träume bleiben“ zu finden waren. Mit vielen verschiedenen Aktivitäten feierten wir mit zahlreichen Besucherinnen und Besuchern. Neben den Informationsständen auf dem Markt der Möglichkeiten und am Abend der Begegnung gab es Konzerte, u.a. mit Culcha Candela, und einen interaktiven Gottesdienst für Groß und Klein.

Abend der Begegnung

Kirchentag 2019
Mitglieder des Frreundeskreises Dortmund

Die Wetterlage war am Mittwochabend nicht optimal, aber das tat der Stimmung am Abend der Begegnung keinen Abbruch. Analog zum diesjährigen Motto der Kindernothilfe „Kinderrechte dürfen keine Träume bleiben“ wurden zusammen mit demneugegründeten Kindernothilfe Freundeskreis Dortmund Träume von den Besucherinnen und Besuchern gesammelt. Mit „Bergmanns-Kniften“ (Landbrot mit Humus, Kräuterquark oder Schmalz) und Mettwürsten sorgte der Freundeskreis für das leibliche Wohl der angereisten Besucher.

 Jubiläumskonzert

Kirchentag 2019 -Konzert Culcha Candela - Alte Bekannte
Culcha Candela in Dortmund

Beim Open-Air-Konzert des Kirchentags heizten am Donnerstagabend die Kölner vokal-Pop Combo Alte Bekannte und die Hip-Hop Band Culcha Candela („Hamma“, „Monsta“) den Besuchern des vollbesetzten Hansaplatzes ein. 15 Tausend Kirchentagsbesucher wollten sich diese außergewöhnliche Kombination nicht entgehen lassen. Kindernothilfe Botschafterin Sabine Heinrich führte durch das Programm, das auch ernste Themen auf die große Bühne holte. So erzählte Kindernothilfe Vorstandsvorsitzende Katrin Weidemann von der aktuellen weltweiten Kinderrechtssituation. Ysrael Diloy, Kindesschutztrainer der Kindernothilfe für Asien, berichtete über seine Arbeit mit Straßenkindern in seinem Heimatland den Philippinen und über die Kindesschutztrainings für Partnerorganisationen. Einen kollektiven Gänsehautmoment gab es, als der gesamte Hansaplatz den Irischen Reiseseegen zum Abschluss des Konzerts anstimmte.

Kinderrechte-Konzert

Kirchentag 2019
Kinderliedermacher Reinhard Horn

Nicht weniger ausgelassen war die Stimmung bei den ganz kleinen Kirchentagsbesuchern. Kinderliedermacher Reinhard Horn traf mit seinem Mix aus kindgerechter „Mitmach-Musik“ und politischem Talk den richtigen Ton bei Kindern und Eltern. In dem einstündigen Kinderrechte-Konzert sprach Horn mit Katrin Weidemann unter anderem über die Folgen des Klimawandels für die Kinder dieser Welt. An einem Mit-Mach-Zelt konnte man sich spielerisch über Arbeit der Kindernothilfe informieren.

 Gottesdienst für Groß und Klein

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Hans-Jürgen Netz & Melanie Erben

Wenn das mal gut geht ..., Gott! So war der Familiengottesdienst am Samstag überschrieben, der in Kooperation mit dem Kindergottesdienstverband der EKD, dem Kinderliedermacher Reinhard Horn und einem Team aus der Kirchengemeinde Oelde gestaltet wurde. Im Gottesdienst ging es bei einem Stabpuppenspiel um die Belagerung von Jerusalem zu Zeiten von König Hiskia. Es ging um Vertrauen, die eigenen Wünsche und darum,dass Kinderrechte keine Träume bleiben dürfen. König Hiskia hat damals in seinem Land ein anderes Denken durchgesetzt. In einer aussichtslosen Situation hat er sich nicht einfach ergeben, sondern nach einer besseren Alternative gesucht. Es entstand Hoffnung in hoffnungsloser Zeit. Dass Gott auch für unser Leben einen Weg kennt, Lösungen weiß und machtvoll bei uns ist - darauf dürfen wir vertrauen. Sieben Stationen, die etwas mit der Geschichte und der Kindernothilfe zu tun hatten, forderten im Verkündigungsteil zum mitmachen auf.

 Markt der Möglichkeiten & Eine-Welt-Zelt

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Messestand mit Kiosk

Auf dem Markt der Möglichkeiten in den Dortmunder Westfalenhallen sorgte der liebevoll gestaltete Stand der Kindernothilfe für Aufsehen. Der Stand war einem Duisburger Straßenzug Ende der 50er Jahre nachempfunden, der Gründungszeit der Kindernothilfe. Mit dabei: der obligatorische Kiosk. Bei einer „gemischten Tüte“ gab es viele spannende Gespräche und Begegnungen. Neben all den Hunderten von Gesprächen mit Interessierten, Patinnen und Paten, Unterstützerinnen und Unterstützern, alten und neuen Bekannten, Kolleginnen und Kollegen aus anderen Werken und Organisationen, waren auch einige "prominente" Besucherinnen und Besucher zu Gast. So schaute die Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Maria Flachsbarth aus dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bei uns vorbei, um sich mit uns über die Rechte und den Schutz von arbeitenden Kindern auszutauschen. Aus Syrien besuchte uns der Präsident der Union Armenisch-Evangelischer Gemeinden, Rev. HaroutuneSelimian, und der Generalsekretär der Nationalen Evangelischen Synoden in Syrien und Libanon, Rev. Joseph Kassab - gemeinsam mit dem Generalsekretär des Gustav-Adolf-Werkes (GAW) Enno Haaks, um über die Situation von Kindern im kriegszerstörten und ausgebombten Aleppo, ihre Traumata und Verletzungen - und die mühsamen Versuche, dort unter prekären Bedingungen wieder einen geordneten Schulbetrieb zustande zu bekommen, zu berichten. Einen tollen Überraschungsbesuch stattete uns eine Gruppe von Jugendlichen aus dem Ausbildungs- und Berufsbildungszentrum des Kindernothilfepartners "Diakonie Kosova" aus Mitrovica im Norden des Kosovo ab. Mit dabei war Bernd Baumgarten, der ehemalige Geschäftsführer des Diakoniewerkes in Trier erzählte dem interessierten Publikumin der Halle 4 von der mittlerweile 15jährige Geschichte der KNH-Kooperation mit diesem Projekt Die Jugendlichen mit ganz unterschiedlichen ethnischen Hintergründen lieferten anschließend vor dem Kindernothilfe-Stand eine vom Kirchentagspublikum gefeierte grandiose Rap- und Tanz-Performance ab.

 

Kirchentag 2019
Quiz zum Thema Kinderarbeit

Viel los war auch beim Erfahrungsparcours im Eine-Welt-Zelt. Hier konnten sich die die Kirchentagsbesucher bei einem Parcours über die Nachhaltigkeitsziele der UN (SDG) informieren. Die Kindernothilfe stellte die Themen Kinderarbeit und Bildung in den Fokus der Ausstellung. Für viele Gäste eröffnete die interaktive Form des Parcours eine völlig neue Perspektive auf die wichtigen Themen zur Armutsbekämpfung.

 

 

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